Das Wagner-Denkmal, von den Leipzigern nicht unbedingt gemocht, zeigt einen jungen Wagner mit einem übergroßen Schatten hinter sich vor dem plumpen Bau der ehemaligen Stasizentrale.
Das Kunstwerk stammt von Stephan Balkenhol und ist, wenn man sich ein wenig intensiver damit beschäftigt, eine runde und vom Künstler wohl durchdachte Sache.
Die Treppe und der Sockel, auf dem der von Max Klinger geplante, aber nie realisierte Wagner stehen sollte, sind original.
Wagner, in Leipzig geboren, verließ die Stadt bereits als der junge noch unbedarfte Mann, den das Standbild zeigt, alles andere, symbolisiert durch den vier Meter hohen Schatten, den jeder in seiner Fantasie mit dem bemalen kann, was seine Vorstellung für anbetungswürdig hält oder auch nicht, kam später.
Wenn da mal nicht ein gewisses Maß an Gesellschaftskritik eingewoben ist?